Ryan Gordon: „Gutes Fundament für ein phantastisches 2013“

Ryan 'Icculus' Gordon

Vor Kurzem hat Ryan Gordon ein spannendes Interview dem Gaming-Blog cheerfulghost.com gegeben. In diesem wurde er zu den Themen wie der aktuellen Entwicklung der Spielewelt unter Linux, Steam für Linux und seine Erfahrungen mit dem Entwurf vom universellen Binärprogramm-Format für Linux– FatELF – angesprochen. Für die, die ihn noch nicht kennen: Ryan Gordon 'Icculus' ist einer der bekanntesten Spiele-Portierer für Linux und hat unter anderem unzählige Spiele aus der Serie Humble IndieBundle, Prey, Unreal Tournament und viele viele mehr für Linux portiert.

Auf die Frage, wohin die Linux-Spielewelt steuert, hat er geantwortet, dass dies in 3 Monaten viel klarer sein wird. So wird das davon abhängig sein, ob die großen Spiele-Publisher wie Electronic Arts, Ubisoft oder Epic sich von dem momentanen Enthusiasmus in der Linux-Szene anstecken lassen. Zu den Faktoren, die zu derart positiven Entwicklungen geführt haben, zählen seiner Meinung nach der Erfolg von Humble Indie Bundle, die Ankündigung von Steam für Linux, die Veröffentlichung des Spiele-Engines Unity für Linux und die vielen Linux-Spiele auf KickStarter. Das Jahr 2013 hat seiner Meinung nach alle Voraussetzungen dazu, ein phantastisches Jahr für Linux zu werden.

Die Reaktion der Linux-Entwicklergemeinde auf seinen Entwurf eines universellen Binärprogramm-Formats für Linux hat Ryan sehr enttäuscht. Nach dem Einreichen eines detailreichen Konzepts und sogar einer virtuellen Maschine mit einer funktionierenden Implementierung erfuhr er schmerzhafte „Anfeindungen“ seitens der Entwicklergemeinde. Dies hat ihn sogar auf die Überlegung gebracht, auf Mac OS X als Haupt-Betriebssystem umzusteigen.

Glücklicherweise wurde Ryan von Sam Latinga und Valve dazu ermutigt, ein weiteres Problemfeld unter Linux anzugehen – eine bisher sehr problematische Vollbildschirm-Unterstützung für Linux-Anwendungen. So hat er ein Konzept zur Behandlung von Anwendungen im Vollbildschirm-Modus durch Fenstermanager eingereicht, das auf weit bessere und kooperative Reaktion gestoßen ist. Momentan arbeitet Ryan unter anderem an Killing Floor und Red Orchestra.

Das vollständige Interview mit Ryan Gordon ist hier.

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